“Subscribe to Comments” macht Ärger – oder vielleicht doch nicht?

Letzte Woche hab es die Meldung "WordPress-Plugin ‘Subscribe to Comments’ als Abmahnproblem" beim Upload-Magazin. Der Betreiber gab bekannt, dass er aufgrund des Plugins "Subscribe to Comments" abgemahnt wurde – oder besser: Er wurde wegen der missbräuchlichen Verwendung des Plugins durch einen Dritten abgemahnt.
Mithilfe des genannten Plugins kann man sich als Blog-Leser nach dem Abgeben eines eigenen Kommentars per E-Mail über weitere Kommentare anderer Nutzer informieren lassen. Problematisch ist die Tatsache, dass es durch das Plugin möglich ist, jede beliebige E-Mail-Adresse einzutragen. Anschließend werden an diese E-Mail-Adresse ohne vorherige Prüfung die Informations-Mails über neue Kommentare gesendet. Da dies unaufgefordert geschieht, können solche E-Mails als Spam gewertet werden – vor allem wenn das Blog, von dem die E-Mails stammen, gewerblich ist. "Gewerblich" bedeutet in diesem Zusammenhang nicht unbedingt und ausschließlich kommerziell. Schon das Schalten von Werbung zur Kostendeckung des Blogs kann dem Blog den Status "gewerblich" einbringen.
Nach dem Bekanntwerden schalteten einige Blogger die Funktion schnellstmöglich ab, um Probleme zu vermeiden. Doch eine Lösung ist – zumindest eventuell – in Sicht: Auf "infogurke.de" wird ein Patch für das Plugin angeboten, der eine "Double Opt In"-Funktion einbaut. Das heißt, der Person wird vor Erhalt der Benachrichtigungen eine E-Mail samt Bestätigungslink geschickt. Erst nach erfolgreicher Bestätigung erfolgen die eventuellen Benachrichtigungen.
Über die Problematik des "Subscribe to Comments"-Plugins habe ich mir auch schon vor einiger Zeit Gedanken gemacht. Zwar wird es hier nicht eingesetzs, aber ich hatte es in anderen/früheren Blogs eingebaut. Man sollte also vermeiden, Spam-Möglichkeiten auf der eigenen Website zu schaffen, mithilfe derer unaufgeforderte E-Mails an andere Personen verschickt werden können.
